Der Versicherer der Versicherer: Sicherung der Bilanzsolvenz durch Rückversicherung
Proportionale vs. Nicht-Proportionale Strukturen, Haftungspunkte und Kapitalmarktkonvergenz
Der Erstversicherungsmarkt baut auf dem finanziellen Fundament der globalen Rückversicherungsbranche auf. Rückversicherung ist die Praxis, bei der Erstversicherer (Zedenten) Teile ihrer Risikoportfolios an spezialisierte Rückversicherungsunternehmen übertragen, um ihre Kapitalreserven zu schützen, die Ergebnisse gegen Großkatastrophen abzusichern und ihre Zeichnungskapazität zu erweitern.
Vertragliche Kategorien der Rückversicherung
Rückversicherungsplatzierungen fallen grundsätzlich in zwei vertragliche Kategorien: Vertragsrückversicherung (Treaty) und Fakultative Rückversicherung (Facultative).
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Vertragsrückversicherung: Eine Rahmenvereinbarung, bei der der Rückversicherer automatisch alle Risiken übernimmt, die unter vordefinierte Parameter der Zeichnungsrichtlinien des Erstversicherers fallen.
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Fakultative Rückversicherung: Wird von Fall zu Fall für ein einzelnes, hochwertiges Objekt oder ein ungewöhnliches Risiko verhandelt (z. B. eine Ölplattform oder ein Wolkenkratzer).
PROPORTIONAL (Quotendeckung) NICHT-PROPORTIONAL (Schadenexzedent)
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| Rückversicherer: 60% | | Rückversicherer-Schicht| (Schäden über 50M)
| (Schäden & Prämien) | | (50M xs 50M) |
+-----------------------+ +-----------------------+ ◄── Haftungspunkt / Priority (50M)
| Erstversicherer: 40% | | Selbstbehalt Zedent | (Schäden bis 50M)
| (Schäden & Prämien) | | (0 bis 50M) |
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Das Wachstum alternativen Kapitals: Insurance-Linked Securities (ILS)
Über die letzten Jahrzehnte ist der Rückversicherungsmarkt zunehmend mit den globalen Kapitalmärkten durch Insurance-Linked Securities (ILS) verschmolzen. Das prominenteste ILS-Instrument ist die Katastrophenanleihe (Catastrophe Bond oder Cat Bond), die es Versicherern ermöglicht, Katastrophenrisiken direkt an institutionelle Anleger am Kapitalmarkt zu übertragen.